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Seedfinanzierung über 2 Millionen Euro für BLACKBOX Solutions

München / Unterschleißheim, 25. Januar 2019 – Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) – Deutschlands größter Seed-Investor – sowie Bayern Kapital und ein weiterer privater Investor aus dem BayStartUP Investoren-Netzwerk investieren einen siebenstelligen Betrag in den Logistik-Digitizer BLACKBOX Solutions GmbH. Zudem konnte sich BLACKBOX Solutions weitere Mittel vom Bayerischen Programm zur Förderung technologieorientierter Unternehmensgründungen (BayTOU) sichern, so dass insgesamt rund 2 Mio. Euro Seed-Finanzierung zur Verfügung stehen. Die Münchner machen mit ihrer smarten Tracking-Lösung Logistikprozesse über alle Lieferwege und Lagerstätten hinweg transparent. Hierfür kommen vernetzte Sensoren zum Einsatz, die das Unternehmen an logistischen Assets zu vergleichsweise geringen Investitionskosten anbringt und jahrelang wartungsfrei betreibt. Sie ermitteln automatisch den Ort und Zustand von Waren und Ladungsträgern und können diese Daten zukünftig von nahezu jedem Ort der Welt aus an die IT-Systeme der Kunden übermitteln. Zusammen mit umfassenden Software Services zur Auswertung und Transformation der Daten in wertvolle Erkenntnisse über die zugrundeliegenden Prozesse, ergeben sich letztlich erhebliche Kosteneinsparungen für Industrie-, Handels- und Logistikunternehmen.

 

Christian Ziach, Investment Manager bei HTGF ist von BLACKBOX Solutions überzeugt: „Logistik ist ein Wachstumsmarkt, für den BLACKBOX Solutions eine aus unserer Sicht höchst innovative Lösung bietet, die neue Effizienzpotenziale erschließt. Viele Firmen, die sich eine transparente Logistikkette wünschen, scheitern heute an Lösungen zur Erfassung, Übermittlung und Auswertung von Daten in Echtzeit, da die IT-Integration zu zeitaufwändig und kostenintensiv ist. Der Ansatz von BLACKBOX Solutions gefällt uns, weil er diese Barrieren überwindet.“

 

Dr. Georg Ried, Geschäftsführer bei Bayern Kapital, sagt: „Eine effiziente und schnelle Logistik wird für unsere Volkswirtschaft immer wichtiger – und ist dabei noch in hohem Maße analog. BLACKBOX hat eine digitale Lösung entwickelt, mit der die Logistik über alle Lieferwege und Lagerstätten hinweg transparenter, zuverlässiger und flexibler werden kann. Kurzum, ein überzeugendes digitales Produkt in einem stark wachsenden Markt.“

 

Dr. Thomas Fusch, Deutschlandchef des weltweit tätigen Automotive Logistikers Schnellecke, sagt: „Wir evaluieren systematisch neue Technologien zur Digitalisierung der Supply Chain. Bestechend am Ansatz von Blackbox finden wir, dass damit Ladungsträger und Behälter - auch ohne lokale Infrastruktur - entlang der Lieferkette sichtbar werden.“

 

Dr.-Ing. Wolfgang Vogl, Gründer und Geschäftsführer von BLACKBOX Solutions, erklärt den Unterschied zu bisherigen Lösungsansätzen: Unsere Technik vermeidet lokale Infrastruktur und Lesepunkte, wo immer es geht. Statt Behälter und Waren nur punktuell mit Lesegates oder aufwändig händisch zu scannen, übermitteln unsere smarten Tracking-Sensoren prozesskritische Daten wie Ortsinformationen oder Zustandsdaten – wie zum Beispiel Temperaturwerte – kabellos über öffentlich verfügbare Funknetze an die IoT-, ERP- und Warenwirtschafts-Systeme der Kunden. Dieser Ansatz, ein vollständiges und durchgängiges digitales Abbild des realen Warenflusses zu schaffen erfordert zudem keinerlei Integration in die Funkinfrastruktur der Kunden. Im Vergleich zu lokalen Funkansätzen wie WLAN, ZIGBEE, BLE oder LORA verringert das die Komplexität immens und erhöht die Sicherheit und Roll-Out-Geschwindigkeit. BLACKBOX Solutions nutzt dazu zukunftsträchtige LPWAN (Low Power Wide Area Network) Technologien wie beispielsweise Sigfox und NB-IoT und kann daher bereits heute große Bereiche Europas abdecken – ohne zusätzliche Infrastruktur.

 

Zu den Kunden der BLACKBOX Solutions gehören bereits namhafte Industrieunternehmen, Automobilhersteller und Logistikdienstleister. Die Seed-Finanzierung wird BLACKBOX Solutions dazu nutzen, das Produktportfolio an smarten Tracking-Sensoren auszubauen und die Software-Services zum automatisierten Management der vernetzten Sensoren und Prozesse weiterzuentwickeln.

 

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